Diskussion




Diskussionsbeiträge



26.02.2019      lic.phil. Dominik Rast       zu "Zindels List"    (Text Nr. 20)

"Zu 4. kam mir folgende Redewendung in den Sinn: "You never get a second chance to make a first impression." - also das, was ich in meinen Bewerbungsseminaren stets predige.“


11.01.2019    lic.phil. Barbara Menn         

                      zu "Der hypnosetherapeutische Vertrag"   (Text Nr. 19)

Danke für diesen Beitrag und diese explizite Formulierung. Ja, gerade beim Angebot von Hypnose als Teil der psychotherapeutischen Behandlung wecken wir wohl besonders viele Heilsphantasien und Wünsche, nicht nur bei den PatientInnen, manchmal auch bei KollegInnen. So wurden mir auch schon PatientInnen überwiesen mit dem Auftrag (den ich so nicht annehmen konnte): Finden Sie in und mit Hypnose den vermuteten Missbrauch auf den so viele Symptome hinzuweisen scheinen…Ich denke Aufklärung, was hypnotherapeutische Arbeit kann und macht (und was nicht!), wie sie konstruktiv und sorgfältig therapeutisch eingebettet, genutzt werden kann, ist extrem wichtig, und es ist mehr als wünschenswert dass Hypnose auch in der Schweiz geschützt werden würde! Klicken wir in Google treffen wir auf jene „Hypnose“-Anbieter, die zumindest in meinen Augen sehr bedenklich sind.


11.01.2019      Dr.med. Corinne Marti Häusler 

                        zu "Der hypnosetherapeutische Vertrag"    (Text Nr. 19)

Dein Text gefällt mir besonders gut und entspricht dem, was ich auch schon oft überlegt aber nie für mich und die Patienten so schön, kurz und klar formuliert habe.


23.12.2018       Dr.med Heini Frick     zu  "Das Schulterklopfen"    (Text Nr. 18)

Lieber Philip,

Ich habe die Schulterklopftechnik schon vor einiger Zeit von dir gelernt. Darum habe ich in der Zwischenzeit eine Variante entdeckt. Sie dient mir sowohl als Priming fürs Schulterklopfen als auch als paradoxe Intervention, wenn die Therapie-Situation von einer Auflockerung profitieren könnte. Ich mache das allerdings nur, wenn gegenseitiges Vertrauen bereits vorhanden ist. Und so geht es: Wenn ich mich selber mit einer tollen Idee, einem kreativen Reframing oder ähnlichem überrasche, so klopfe ich mir selber auf die Schultern, mal links mal rechts. Und begleite dies in etwa mit den Worten, "Bravo Heini, das gefällt mir jetzt, gut gemacht!" Und dass mir das jetzt echt gut tue und eventuell auch, dass ich gelernt hätte, nicht nur zu anderen nett zu sein, sondern auch zu mir selber. Und dann lenke ich das Gespräch so, dass meine Patientin früher oder später auch etwas Positives über sich sagt respektive sagen MUSS, weil ich sie nach etwas frage, was ich bereits von ihr weiss. Und wenn sie es – oft eher beiläufig – (nochmals) erwähnt, nämlich Mutter zu sein, eine Prüfung bestanden zu haben, diesmal nicht zu spät gekommen zu sein etc. Dann schreite ich ein und rufe: „SENSATIONELL, jetzt sind aber SIE dran!“ Und schaue die verdutzte Patientin erwartungsvoll an … und fange an, in Zeitlupe und bedeutungsvoll mir erneut auf die Schulter zu klopfen…„los, da kommen Sie jetzt nicht drum herum… wenn es mir gut tut, tut es auch Ihnen gut, tun Sie sich jetzt etwas Gutes, es tut überhaupt nicht weh, ganz im Gegenteil…sonst gebe ich Ihnen zuerst noch ein Aspirin…wir machen das jetzt gemeinsam...“

Lieber Heini,

Hab’ ganz herzlichen Dank für die Schilderung Deiner humorvollen und sehr beziehungsorientierten Variante des Schulterklopfens. Vorbildlich... im wahrsten Sinn des Worts!

Deine Idee hat mich gleich auch für eine spezielle Intervention inspiriert:

Nachdem ich eine Patientin nach harter Überzeugungsarbeit endlich dazu gebracht hatte, sich (glaubwürdig) auf die Schulter zu klopfen, habe ich an Dich gedacht, mir selber ostentativ auf die Schulter geklopft und ihr mit einem Lächeln erklärt: „Jetzt hab’ ich es geschafft, Sie zu überzeugen!“, und es war ansteckend...

Ich danke Dir für den anregenden Austausch!


01.12.2018   Dr.med. Heini Frick    zum "Hebelgesetz"       (Text Nr. 17)

… hier ein paar Assoziationen:

Du sagst, dass jenseits des "oberflächlichen" Symptoms, in der Tiefe des Unbewussten, im damit verbundenen Muster, ein legitimes Anliegen schlummert. Attraktiv fände ich es hierzu noch Folgendes zu ergänzen, nämlich, dass genau DAS der Utilisations-Ansatz von M. Erickson ist. Aus Sicht von Stephen Giligan ist genau DAS der Hauptbeitrag Ericksons an die Hypnose und nicht etwa raffinierte Induktionen, inklusive indirekte Suggestionen und Verwirrungstechniken. Darum können wir jeglichem Symptom Neugier und Wohlwollen entgegenbringen. Wir entfalten einen kreativen Kontext für den leidvollen Kontent.

Und dazu fällt mir ein wunderbarer Satz von Georg Milzner ein, nämlich: "JEDES SYMPTOM HAT SEINE WÜRDE!". Das finde ich sensationell, das still für sich zu denken, aber ich sage das auch manchmal explizit meinen Patienten, wenns passt.

Philip: Lieber Heini, hab’ ganz herzlichen Dank für Deine spannenden Gedanken. Erickson’s Utilisationsprinzip hatte ich noch nicht in diesem Licht gesehen. Genau solche Beiträge erhoffte ich mir, um diesen Blog zu einer lebendigen Plattform zu machen, wo sich Gedanken aus verschiedenen Horizonten gegenseitig fruchtbar ergänzen.


29.11.2018 Dr.med. Christoph Weidmann    zum "Hebelgesetz"  (Text Nr. 17)

Habe auch mit viel Vergnügen Deinen neuesten Beitrag genossen mit dem Hebelgesetz; ach wie wahr, versuchen wir doch so oft in unserem Enthusiasmus dem Patienten seine Probleme zu lösen, und der lehnt sich zurück und macht uns schaffen....das übliche Muster für viel Energieverschwendung unsererseits und kein vorwärtskommen beim Patienten, weil der ja eigentlich gar nicht will, was wir wollen.....altes Problem... Und wie oft haben wir uns in diese Falle locken lassen....stolz auf unsere Kreativität im Lösungen finden, und der Patient, keine Änderung eigentlich wollend (oder keinen Effort selbst dazu tun wollend), nett, seichte applaudierend....tja, kennen wir doch....

Vielen Dank für Deine Beiträge und glg Christoph

Auch, Dir, lieber Christoph, für Deine lebendigen Beiträge!

LG Philip


13.09.2018    Dr.med. M.C.          zu "Den Raum füllen"     (Text Nr. 7)

"… meine MPA ist so begeistert von Deinem Text „Den Raum füllen“, dass sie ihn täglich braucht, wenn sie zur Arbeit durch Tunnels fahren muss.“

Herzlichen Dank für die Rückmeldung! Was kann es Schöneres geben im Leben als eine Verschönerung des Arbeitswegs? Liebe Grüsse an Dich und an Deine MPA Philip


28.07.2018   Dr.med. Christoph Weidmann  zu  "Fünf Finger"   (Text Nr. 10)

Müsste eigentlich funktionieren, so alt (babylonisch!) die Methode ist...und auf und an der Hand liegt....  gefällt mit sehr, muss ich bei meinem nächsten Dilemma auch mal ausprobieren....

lg Christoph

Bin gespannt!

LG Philip